Vier Tage Stillstand bei CLASSEN: eine außergewöhnliche Leistung

Baruth. Stillstand bei CLASSEN: In einem Teil des größten zusammenhängenden Laminatwerks der Welt standen für vier Tage die Bänder still. Im Werk für HDF-Platten (hochdichte Faserplatten) der Fiberboard GmbH wurden vom 13. bis 17. Juni 2021 die gesamten Produktionsanlagen gewartet.

Dahinter steht eine beachtliche logistische Leistung. Insgesamt 600 Fremdmonteure, darunter Elektriker, Mechaniker und Reinigungspersonal der unterschiedlichsten Dienstleister waren zeitgleich auf dem Werksgelände zu koordinieren. Für Umkleiden und Duschen stellte CLASSEN 60 Container auf seinem Gelände zur Verfügung.

Gleichzeitig war schon in der Vorbereitung und Planung oberste Prämisse, die Hygienebestimmungen in der Corona-Pandemie einzuhalten. Zugang für Mitarbeiter der Fremddienstleister gab es nur nach einem Corona-Test und mit einer speziellen digitalen Zugangskarte. Um sicherzustellen, dass im Vorfeld jeder über die Arbeitsschutz- und Hygienebestimmungen unterwiesen worden war, stellte CLASSEN dafür ein Onlineportal mehrsprachig zur Verfügung. Unterstützung gab es rund um die Uhr von Krankenschwestern, Sanitätern, Feuerwehr, Sicherheits- und Arbeitsschutzpersonal.

Viele Umbauten und Modifizierungen wurden bereits in den Wochen vor dem Stillstand vorbereitet, um dann in der Stillstandszeit der Anlage für die reine Montage Zeit zu sparen. Außerdem gab es schon in den Monaten vor der Revision regelmäßige Meetings, wegen Corona meist per Videokonferenz, um sämtliche Arbeiten von der Abschaltung bis zur Aufheiz- und Anfahrphase zu koordinieren, so dass sich die Monteure nicht gegenseitig beeinträchtigen und Gefahren vermieden werden.

André Trebuth, Technischer Leiter bei Fiberboard, hat einen großen Teil der Revision koordiniert. Er berichtet: „Auch unser Geschäftsführer trägt während einer solchen Aktion einen Blaumann und guckt sich die Anlagenschwerpunkte von innen an! Danach klingelt bei mir dann meistens das Telefon. Am Ende sind wir stolz, eine solche Aktion wie geplant in einer Rekordzeit von 96 Stunden durchgeführt zu haben. Und das auch ohne einen einzigen Corona-Fall! Ich möchte mich bei meinem ganzen Team und allen Mitwirkenden bedanken.“

Jede Stunde längerer Stillstand hätte bedeutet, dass CLASSEN die Produktion seiner Laminatböden im gesamten Werk hätte unterbrechen müssen. Gewartet und modifiziert wurde zum Beispiel die Zerfaserungsanlage mit 10-Megawatt-Antriebsmotor für die Produktionslinie, außerdem wurden die Lager aller großen Maschinen gewechselt. Dabei kamen auch Schwerlastkräne für Traglasten bis 300 Tonnen zum Einsatz. Eine solche Wartungsunterbrechung ist alle 1,5 bis zwei Jahre notwendig. So kann Fiberboard seine Produktionsanlagen mit einer durchschnittlichen Verfügbarkeit von 95 Prozent betreiben. Im Werk Baruth produziert die CLASSEN Gruppe im Jahr 80 Millionen Quadratmeter Laminatfußboden.

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